top of page

Netzbetreiber, Fernwirktechnik und Datenpunktlisten

Aktualisiert: 25. Feb. 2023

Die Netzbetreiber schicken den Anlagenbetreibern immer Datenpunktlisten die sie zu erfüllen haben.

Wir gehen heute mal darauf ein was diese Datenpunktlisten sind.



Sie haben eine Erzeugungsanlage (Photovoltaik, BHKW oder Windkraftanlage) und wollen in das öffentliche Netz einspeisen und Ihre Anlage speist mindestens 100 kW ein?

Fernwirktechnik / Marv-IT / Netzbetreiber
Anbindung der Kompaktstation an den Energieversorger

Dann haben Sie es sofort mit dem Netzbetreiber zutun (z.B. Westnetz ), denn dieser hat mit dem Redispatch 2.0 die Verpflichtung, Ihre Anlage steuern zu können. Das kann das Hoch- und Runterfahren der Erzeugungsanlage sein, aber auch wenn Sie eine eigene Kompaktstation für Ihre Anlage haben, seine Mittelspannungsschalter Ein- und Ausschalten.


Der Netzbetreiber will in der Kompaktstation alles mögliche an Daten und Zuständen aus der Station haben, Messdaten, Stellungssignale und Rückmeldungen. Und dafür schickt der Netzbetreiber Ihnen eine Datenpunktliste für die fernwirktechnische Anbindung.

Marv-IT / Westnetz / Datenpunktliste
Beispiel einer Datenpunktliste WESTNETZ

Wichtig ist das diese Dinge vom Netzbetreiber abgerufen werden können und das funktioniert mit Hilfe der Fernwirktechnik.


Sollte die Datenpunktliste für die fernwirktechnische Anbindung nicht erfüllt werden, bleibt die Anlage aus und das solange, bis diese erfolgreich abgearbeitet wurde, während der Inbetriebnahme.


Hier begleiten wir Sie und entwickeln die Software bis hin zur kompletten Inbetriebnahme mit dem Netzbetreiber. Gerne liefern wir Ihnen auch eine kompakte Fernwirktechnik, die platzsparend und modular aufgebaut ist.




Die Bedeutung der Datenpunktlisten für die Fernwirktechnik


Die Datenpunktlisten spielen eine entscheidende Rolle bei der Fernwirktechnik, da sie als Grundlage für die Anbindung der Erzeugungsanlage an das Netz dienen. In einer typischen Datenpunktliste sind alle relevanten Informationen über die Erzeugungsanlage und deren Zustände aufgelistet. Das können beispielsweise Messwerte wie die Stromstärke, die Spannung oder die Leistung sein, aber auch Statusinformationen wie die Betriebsart, die Fehlersignalisierung oder die Schaltzustände von Schützen oder Leistungsschaltern.


Diese Informationen werden von der Fernwirktechnik genutzt, um die Anlage aus der Ferne zu überwachen und zu steuern. Der Netzbetreiber kann so jederzeit auf die Daten zugreifen und bei Bedarf Änderungen an den Einstellungen vornehmen oder Störungen beheben. Auch das Ein- und Ausschalten der Anlage sowie die Regulierung der Einspeiseleistung können über die Fernwirktechnik gesteuert werden.


Daher ist es von großer Bedeutung, dass die Datenpunktliste vollständig und korrekt ausgefüllt wird, um eine reibungslose Integration der Anlage ins Netz zu gewährleisten und eine effektive Fernüberwachung und -steuerung zu ermöglichen.


Die Bedeutung der Datenpunktlisten für die Fernwirktechnik


Die Datenpunktlisten sind ein wichtiger Bestandteil der Fernwirktechnik, da sie als Schnittstelle zwischen der Erzeugungsanlage und dem Netz dienen. Sie enthalten alle Informationen, die für eine fernwirktechnische Anbindung der Anlage notwendig sind und dienen somit als Grundlage für die Überwachung und Steuerung der Anlage aus der Ferne.


In einer typischen Datenpunktliste sind verschiedene Messwerte und Statusinformationen aufgelistet, die für die Fernüberwachung und -steuerung relevant sind. Dazu zählen beispielsweise die momentane Einspeiseleistung, die Spannung und Stromstärke, der Status von Schaltgeräten wie Schützen oder Leistungsschaltern sowie verschiedene Betriebs- und Fehlermeldungen.


Die Datenpunktliste wird vom Netzbetreiber erstellt und an den Anlagenbetreiber übermittelt. Der Anlagenbetreiber ist dafür verantwortlich, dass die Datenpunkte in der Anlage gemessen und an den Netzbetreiber übermittelt werden können. Hierfür werden in der Regel fernwirktechnische Komponenten wie Steuer- und Überwachungseinheiten installiert, die die Daten aus der Anlage abgreifen und an den Netzbetreiber übermitteln.


Die Datenpunktliste wird vom Netzbetreiber genutzt, um die Anlage aus der Ferne zu überwachen und zu steuern. Der Netzbetreiber kann so jederzeit auf die aktuellen Messwerte zugreifen und bei Bedarf Einstellungen an der Anlage vornehmen oder Störungen beheben. Insbesondere im Falle von Netzüberlastungen oder Netzstörungen ist eine schnelle Reaktion des Netzbetreibers erforderlich, um eine Störung der Stromversorgung zu vermeiden.



Probleme bei der Erfüllung von Datenpunktlisten und Lösungen


Bei der Erfüllung von Datenpunktlisten kann es zu verschiedenen Problemen kommen, die den Betrieb der Erzeugungsanlage und die Einspeisung ins Netz beeinträchtigen können. Um diese Probleme zu lösen, gibt es verschiedene Lösungsansätze, die von der Entwicklung von Software und Hardware bis hin zur Unterstützung bei der Inbetriebnahme mit dem Netzbetreiber reichen.


Was passiert, wenn die Datenpunktliste nicht erfüllt wird?


Wenn die Datenpunktliste nicht erfüllt wird, kann dies zu erheblichen Problemen bei der Einspeisung ins Netz führen. Der Netzbetreiber hat die Verpflichtung, Ihre Anlage steuern zu können, was nur durch eine erfolgreiche fernwirktechnische Anbindung der Anlage möglich ist. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Anlage ausgeschaltet, bis die Datenpunktliste erfolgreich abgearbeitet wurde. Eine solche Situation kann zu erheblichen Verlusten führen, insbesondere wenn es sich um eine Erzeugungsanlage handelt, die Strom ins Netz einspeist.


Lösungen für die Erfüllung von Datenpunktlisten


Um die Anforderungen der Datenpunktliste zu erfüllen, gibt es verschiedene Lösungen. Eine Möglichkeit besteht darin, die erforderliche Hardware und Software zu entwickeln, die es ermöglicht, alle notwendigen Datenpunkte zu sammeln und dem Netzbetreiber bereitzustellen. Hierbei ist es wichtig, dass die Lösung platzsparend und modular aufgebaut ist, um eine einfache Integration in die vorhandene Infrastruktur zu ermöglichen. Eine weitere Lösung besteht darin, eine Unterstützung bei der Inbetriebnahme mit dem Netzbetreiber in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt werden und die Anlage erfolgreich an das Netz angeschlossen werden kann.


Vorteile einer kompakten Fernwirktechnik


Die Verwendung einer kompakten Fernwirktechnik bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Systemen. Im Folgenden werden einige dieser Vorteile erläutert.


Was ist eine kompakte Fernwirktechnik?


Eine kompakte Fernwirktechnik ist ein System zur fernwirktechnischen Anbindung von Anlagen an ein übergeordnetes Leitsystem. Im Gegensatz zu traditionellen Fernwirktechniksystemen, die in der Regel aus mehreren separaten Komponenten bestehen, ist eine kompakte Fernwirktechnik eine integrierte Lösung, die alle notwendigen Komponenten in einem einzigen Gehäuse enthält. Typische Komponenten umfassen unter anderem einen Prozessor, eine Netzwerkschnittstelle, ein Kommunikationsmodul, Ein- und Ausgangssignale, Spannungsversorgung und Software.


Vorteile der Verwendung einer kompakten Fernwirktechnik


Platzersparnis: Durch die Integration aller notwendigen Komponenten in einem einzigen Gehäuse benötigt eine kompakte Fernwirktechnik deutlich weniger Platz als herkömmliche Systeme. Dies ist insbesondere bei beengten räumlichen Verhältnissen von Vorteil.


Modularer Aufbau und Anpassungsfähigkeit: Kompakte Fernwirktechniksysteme sind in der Regel modular aufgebaut, was eine einfache Erweiterung und Anpassung an sich ändernde Anforderungen ermöglicht. Durch die Möglichkeit, einzelne Module auszutauschen oder hinzuzufügen, kann die Funktionalität der Anlage einfach erweitert werden.


Kosteneffektivität: Durch die Integration aller notwendigen Komponenten in einem einzigen Gehäuse können Kosten für zusätzliche Verkabelung, Installations- und Wartungskosten eingespart werden. Die Verwendung einer kompakten Fernwirktechnik kann somit eine kosteneffektive Lösung sein.


Zuverlässigkeit und effektive Überwachung und Steuerung der Anlage: Durch die integrierten Funktionen der Fernwirktechnik kann die Anlage zuverlässig überwacht und gesteuert werden. Dadurch können Fehler frühzeitig erkannt und behoben werden, was Ausfallzeiten minimiert und die Betriebskosten senkt.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Datenpunktlisten eine wichtige Rolle bei der Fernwirktechnik spielen und für eine effektive Überwachung und Steuerung von Erzeugungsanlagen im öffentlichen Netz unerlässlich sind. Probleme bei der Erfüllung von Datenpunktlisten können zu Einschränkungen im Betrieb der Anlage führen, weshalb es wichtig ist, geeignete Lösungen zu finden. Eine kompakte Fernwirktechnik bietet dabei zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel Platzersparnis, Modularität und Kosteneffektivität. Durch die Verwendung einer solchen Technik kann eine zuverlässige und effektive Überwachung und Steuerung der Anlage gewährleistet werden. Insgesamt trägt die korrekte Erfüllung von Datenpunktlisten und die Verwendung geeigneter Technologien maßgeblich zur Stabilität und Sicherheit des öffentlichen Stromnetzes bei.


Wir übernehmen die Fernwirktechnik für Sie.



413 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page